Stark durch Zusammenhalt – Jahreshauptversammlung der Kirchweyher Wehr

Stark durch Zusammenhalt – Jahreshauptversammlung der Kirchweyher Wehr

Am Freitagabend eröffnete Ortsbrandmeister André Meiritz um 19 Uhr die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Kirchweyhe. Anders als ursprünglich geplant fand die Versammlung aufgrund der Witterung nicht im Schützenhaus, sondern im Gemeindehaus in Kirchweyhe statt. Ortsbrandmeister André Meiritz begrüßte neben den anwesenden Kameradinnen und Kameraden auch Bürgermeister Jürgen Markwardt, Ordnungsamtsleiter Volker Leddin, Ortsbürgermeister Karl-Heinz Günther und den stellvertretenden Kreisbrandmeister Björn Busenius.

Nach einer Gedenkminute für die verstorbenen Kameraden folgte ein gemeinsames Abendessen. Anschließend verlas Schriftführerin Alexandra Müller das Protokoll der letzten Jahreshauptversammlung, bevor der Tätigkeitsbericht der Ortsbrandmeister folgte. Der stellvertretende Ortsbrandmeister Torben Salz berichtete über die Aktivitäten im vergangenen Jahr.

Die Freiwillige Feuerwehr Kirchweyhe wurde im zurückliegenden Jahr zu insgesamt 20 Einsätzen alarmiert. Insgesamt leisteten die Kameradinnen und Kameraden 6.944 Dienststunden. An einzelnen Tagen kam es sogar zu zwei Alarmierungen. Insgesamt sei es jedoch ein verhältnismäßig ruhiges Jahr gewesen. Neben verschiedenen technischen Hilfeleistungen, darunter Verkehrsunfälle und die Beseitigung von Ölspuren, hob Torben Salz besonders die Sicherstellung des Grundschutzes in der Samtgemeinde Suderburg hervor. Nachdem Mitte September eine Industriehalle nahe des Suderburger Bahnhofs in Brand geraten war und sämtliche Wehren der Samtgemeinde alarmiert wurden, stellte die Kirchweyher Wehr mit ihrem neuen Löschgruppenfahrzeug LF 20 KatS den Grundschutz sicher.

Ein besonderes Highlight des Jahres war die Fahrzeugübergabe des neuen LF 20 KatS Ende August. Die Ortsbrandmeister zeigten sich besonders stolz darüber, dass knapp 40 Angehörige der Kirchweyher Wehr das neue Fahrzeug persönlich an der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Uelzen in Empfang nahmen – mit einer solchen Beteiligung habe man nicht gerechnet.

Neben dem Einsatzgeschehen lag auch im vergangenen Jahr ein großer Schwerpunkt auf der Aus- und Weiterbildung. Es fanden zahlreiche Ausbildungsdienste statt, zudem wurden verschiedene Lehrgänge auf Kreisebene besucht. Gerade mit Blick auf das neue Fahrzeug sei eine intensive Ausbildung unerlässlich, um im Einsatzfall reibungslose Abläufe sicherzustellen. Hervorgehoben wurde außerdem das Engagement vieler Kameraden, die sich in Funktionen auf Stadt- und Kreisebene einbringen. Mit Torben Salz und Norbert Kuhlmann stellt die Kirchweyher Wehr zudem die Zugführung des 3. Zuges der Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd. Im November nahmen vier Atemschutzgeräteträger an einer Heißausbildung in einer mobilen Heißausbildungsanlage teil. Ergänzend zu den monatlichen Gesamtwehrdiensten wurde auch wieder Brandschutzerziehung in den Kindergärten von Kirch- und Westerweyhe sowie an der Grundschule in Westerweyhe durchgeführt.

Zum Jahresende zählt die Freiwillige Feuerwehr Kirchweyhe 39 aktive Kameradinnen und Kameraden, 29 Mitglieder in der Kinderfeuerwehr, 21 Jugendliche in der Jugendfeuerwehr, elf Kameraden in der Altersabteilung sowie 106 fördernde Mitglieder.

Im Anschluss berichtete Kinderfeuerwehrwartin Laura Meiritz von einem besonders abwechslungsreichen Jahr in der Kinderfeuerwehr. Neben kreativen Angeboten wie dem Basteln von Vogelfutterglocken standen eine Rallye durch Westerweyhe, sportliche Aktivitäten sowie die Besichtigung der Feuerwehr-Einsatzleitzentrale auf dem Dienstplan. Ein weiteres Highlight war die Teilnahme am Kreiszeltlager in Uelzen. Auch bei der Öffentlichkeitsarbeit zeigte sich die Kinderfeuerwehr engagiert, unter anderem mit einem Wasserspiel beim Tag der offenen Tür der SVO. Mit Erfolg: Insgesamt 13 neue Kinder konnten für die Kinderfeuerwehr gewonnen werden. Auch die Turnbeutelaktion an der Grundschule in Westerweyhe zeigte Wirkung – von 29 teilnehmenden Kindern nahmen sieben am nächsten Schnupperdienst teil.

Der Jahresbericht der Jugendfeuerwehr wurde von Jugendsprecher Dominic Kehe vorgetragen. Er berichtete unter anderem, dass die Jugendfeuerwehr nun auch auf Instagram vertreten ist. Ein besonderer Dienst führte die Jugendlichen zur Feuerwehrtechnischen Zentrale, wo die AGT-Strecke besichtigt und mit Atemschutzattrappen absolviert wurde. Beim Stadtwettkampf erreichte die Jugendfeuerwehr den zweiten Platz, beim Zehnkampf in Oldenstadt sogar den ersten Platz. Zu Beginn der Sommerferien nahm die Jugendfeuerwehr zudem am Kreiszeltlager auf dem Gelände des TVU in Uelzen teil. In diesem Jahr feiert die Jugendfeuerwehr Kirch-/Westerweyhe ihr 30-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass lädt sie am 22. August zu einem Jubiläums-Orientierungsmarsch nach Kirchweyhe ein.

Der Vorsitzende des Fördervereins, Carsten Uwe Schulz, berichtete über die Einnahmen und Ausgaben des Vereins und bedankte sich bei allen Spendern für die finanzielle Unterstützung. Ein besonderes Highlight war das Weinfest bei bestem Wetter, bei dem der Großteil der Einnahmen erzielt werden konnte. Unter anderem wurden ein neuer Gasgrill angeschafft, Feldbetten für die Kinderfeuerwehr beschafft sowie die Teilnahme am Zeltlager für die Kinder- und Jugendfeuerwehr bezuschusst. Nach 31 Jahren im Amt tritt der Vorstand des Fördervereins nicht erneut zur Wahl. Der Vorsitzende und sein Stellvertreter Jürgen Stein übergeben ihre Ämter in jüngere Hände. Auch für den in diesem Jahr geplanten Bau der neuen Fahrzeughalle stehen weitere Mittel für Anschaffungen und zusätzliches Equipment bereit.

Anschließend berichteten die Gruppenführer von den vielfältigen Aktivitäten innerhalb der Gruppen. Dazu zählten unter anderem die Besichtigung des Rettungshubschraubers Christoph 19, die Wiederinbetriebnahme des Brunnens an der Kirchweyher Ziegelei, die jährliche Hydrantenkontrolle sowie ein Gruppenvergnügen bei sommerlichen Temperaturen auf der Dachterrasse eines Kameraden zur Stärkung der Kameradschaft.

In den anschließenden Grußworten lobte Bürgermeister Jürgen Markwardt das große Engagement der Kirchweyher Wehr. Trotz der Größe des Ortsteils sei dieses Engagement keine Selbstverständlichkeit. Die zeitgemäße Ausstattung, das neue Fahrzeug und der geplante Bau der Fahrzeughalle seien daher mehr als verdient. Ortsbürgermeister Karl-Heinz Günther überbrachte die Grüße des Ortsrates und dankte den Kameradinnen und Kameraden für ihre uneigennützige Arbeit am Gemeinwohl. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Björn Busenius betonte, dass es keine Frage gewesen sei, das neue Fahrzeug in Kirchweyhe zu stationieren, da hier eine hervorragende Kameradschaft und ein hoher Ausbildungsstand herrschen. Ordnungsamtsleiter Volker Leddin bezeichnete sich selbst als Fan der Kirchweyher Wehr und kündigte an, dass der Bau der neuen Fahrzeughalle in Kürze beginnen werde. Er lobte zudem die vorbildliche Kinder- und Jugendarbeit.

Es folgte der Kassenbericht des Kassenwartes Udo Berthold, der dieses Amt seit nunmehr 20 Jahren ausübt. Dabei präsentierte er das 75 Jahre alte Kassenbuch und merkte schmunzelnd an, dass mittlerweile rund ein Viertel der Einträge aus seiner eigenen Feder stammen. Kassenprüfer Rainer Koch bescheinigte eine einwandfreie Kassenführung und beantragte die Entlastung des Kassenführers sowie der gesamten Wehrführung, die einstimmig erfolgte. Zur neuen Kassenprüferin wurde Ann-Kathrin Märtens gewählt.

Zum Abschluss der Versammlung standen Ehrungen und Beförderungen auf der Tagesordnung. Nienna Behn und Marie Schmidt wurden neu in den aktiven Einsatzdienst der Wehr aufgenommen. Ortsbrandmeister André Meiritz beförderte Oberfeuerwehrmann Christoph Runge zum Hauptfeuerwehrmann. Stadtbrandmeister Jens Kötke zeichnete Alexandra Müller mit dem Ehrenzeichen für 25-jährige Verdienste aus. Claudia Bast und Ulrike Berthold erhielten das Ehrenzeichen für 40-jährige Verdienste. Für 50-jährige Mitgliedschaft wurde Ralf Brunhöber geehrt. Auf eine 60-jährige Mitgliedschaft blickt Manfred Hammermeister zurück, der seine Ehrung zu einem späteren Zeitpunkt entgegennehmen wird.

Ortsbrandmeister André Meiritz schloss die Jahreshauptversammlung um 21:50 Uhr mit dem diesjährigen Motto des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen „Stark durch Zusammenhalt“ und wünschte allen Kameradinnen und Kameraden ein gutes und gesundes neues Jahr.