„Von Uelzen nach Hamburg in nur 20 Minuten“ – 2. Gruppe der FF Kirchweyhe zu Besuch bei der ADAC Luftrettung Uelzen

Im Rahmen des zweiwöchentlich stattfindenden Gruppendienstes, ging es für die Kameradinnen und Kameraden der 2. Gruppe, am vergangenen Freitag, zur ADAC Luftrettungsstation nach Uelzen.

Alina Fromhagen vom DRK Uelzen begrüßte die anwesenden Einsatzkräfte der Kirchweyher Wehr und gab Ihnen einen Einblick in Ihre Arbeit als Notfallsanitäterin, auf dem Rettungshubschrauber „Christoph 19“.

Neben einer kurzen Führung durch die Räumlichkeiten, lag der Fokus insbesondere auf dem Rettungshubschrauber „Christoph 19“, welcher am Abend im Hangar weilte und auf seinen nächsten Einsatz wartete.

Alina teilte uns mit, dass der Rettungshubschrauber lediglich tagsüber Einsätze fliegen darf. Von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang steht die Besatzung – bestehend aus Notarzt, Notfallsanitäter und Pilot – in ständiger Bereitschaft. Aufgrund dessen, dass es im Winter früher dunkel wird, sind die Arbeitszeiten im Sommer dementsprechend länger.

Um Gewicht zu sparen, verfügt der Rettungshubschrauber über keine Klimaanlage. Im Sommer kann es in der Kabine daher ordentlich warm werden.

Um im Einsatzfall die Zusammenarbeit zwischen den Einsatzkräften der freiwilligen Feuerwehren und der Luftrettung zu verbessern, teilte uns Alina mit, bei welchen Maßnahmen wir die Crew vor Ort unterstützen können und wie wir uns bestmöglich bei Landung und Start verhalten sollten.

Seit 1983 gibt es das Luftrettungszentrum am Klinikum in Uelzen. Das Stammpersonal der Station bilden drei Piloten der ADAC Luftrettung, 15 Notärztinnen und -ärzte des Helios Klinikums Uelzen (Fachrichtungen Anästhesie, Chirurgie und Innere Medizin) und fünf speziell ausgebildeten Notfallsanitäterinnen und -sanitäter (TC HEMS) des DRK Kreisverbands Uelzen.

Den Einsatzschwerpunkt bilden die sogenannte Primäreinsätze, bei denen Notfallmedizinerin oder -mediziner schnellstmöglich zum Patienten geflogen werden. Im Jahr 2022 waren es in Summe 1.145 Primäreinsätze (z.B. Unfälle mit Handverletzungen o.ä.). Darüber hinaus gehören auch Sekundäreinsätze zum Einsatzspektrum. Damit sind beispielsweise Verlegungsflüge gemeint, bei denen Patienten von einem Krankenhaus in eine Spezialklinik gebracht werden.

Der Einsatzradius von „Christoph 19“ umfasst in etwa 70 Kilometer, was einer Flugzeit von nur 20 Minuten entspricht. Zielkliniken können jedoch auch weiter entfernt sein, etwa in Hamburg, Braunschweig, Hannover, Magdeburg, Halle oder Berlin. Am häufigsten fliegt „Christoph 19“ das Helios Klinikum Uelzen, das Herz- und Gefäßzentrum Bad Bevensen und das Städtische Klinikum Lüneburg an. Die Disposition des ADAC Rettungshubschraubers obliegt der Integrierten Leitstelle Uelzen.

Herzlichen Dank an dieser Stelle an Alina und Franz (Pilot), dass ihr euch die Zeit genommen habt, uns einen Einblick in eure wertvolle Arbeit zu geben und dass ihr uns unsere vielen Fragen beantwortet habt.

Max Schulz