Neues Nebellöschsystem bewährt sich bereits beim ersten Einsatz

Neues Nebellöschsystem bewährt sich bereits beim ersten Einsatz

Die Freiwillige Feuerwehr Kirchweyhe verfügt ab sofort über ein modernes Nebellöschsystem zur Brandbekämpfung. Ermöglicht wurde die Anschaffung durch den Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Kirchweyhe, der das System im Wert von rund 2.100 Euro finanzierte.

Bereits kurz nach der Bestellung Mitte April konnte die neue Ausrüstung ihren praktischen Nutzen unter Beweis stellen. Nur wenige Wochen nach der Auslieferung kam das Nebellöschsystem beim Großbrand einer Industriehalle der Firma Pfeifer Holz im Uelzener Hafen erstmals zum Einsatz. Dort unterstützte es die Einsatzkräfte insbesondere bei der Bekämpfung von Glutnestern, die sich unter anderem in Bereichen der Zwischendecke befanden.

Das System besteht aus insgesamt drei Löschlanzen – einer sogenannten Angriffslanze sowie zwei Weitwinkellanzen, einem Dreifachverteiler, drei D-Schläuchen und einem speziellen Hammer.

Der sogenannte Löschnagel, international auch als „Fognail“ bezeichnet, ermöglicht eine besonders sichere und effektive Brandbekämpfung. Mit Hilfe einer gehärteten Schlagfläche kann die Löschlanze durch Türen, Wände oder andere Bauteile getrieben werden. Anschließend wird Wasser in Form eines feinen Nebels direkt in den Brandraum eingebracht.

Der große Vorteil dieser Technik besteht darin, dass Brände von außen bekämpft werden können, ohne Türen oder Fenster öffnen zu müssen. Dadurch wird verhindert, dass zusätzliche Sauerstoffzufuhr das Feuer weiter anfacht. Gleichzeitig wird die Gefahr für die Einsatzkräfte reduziert, da sie sich nicht unmittelbar in den Gefahrenbereich begeben müssen.

Die Angriffslanze erzeugt einen besonders tief eindringenden Wassernebel und eignet sich daher vor allem zur Bekämpfung von Brandnestern in schwer zugänglichen Bereichen. Die beiden Weitwinkellanzen erzeugen dagegen einen breiten Wasserschirm und ermöglichen eine großflächige Kühlung von Brandräumen und Brandgasen.

Durch die feine Zerstäubung des Löschwassers verdampft ein Großteil der Wassermenge bereits im Brandraum. Dies sorgt für eine schnelle Kühlung, reduziert den Wasserverbrauch und minimiert gleichzeitig mögliche Wasserschäden. Zudem können versteckte Brände und Glutnester effektiver bekämpft werden.

Anfang Mai wurde das Nebellöschsystem offiziell vom Vorsitzenden des Fördervereins, Robert Dömland, an Ortsbrandmeister André Meiritz übergeben.

Der Förderverein unterstützt die Feuerwehr regelmäßig bei Anschaffungen, die über die Grundausstattung hinausgehen und die Arbeit der Einsatzkräfte erleichtern sowie sicherer machen. Darüber hinaus fördert er die Kinder- und Jugendfeuerwehr.

Eine wichtige Einnahmequelle des Vereins ist das traditionelle „Weinfest unter den Eichen“. Die inzwischen 20. Auflage findet am Samstag, 25. Juli 2026, ab 18 Uhr am Feuerwehrgerätehaus in Kirchweyhe in der Hufschmiedstraße statt. Mit den Erlösen werden auch künftig Projekte und Anschaffungen für die Feuerwehr sowie die Nachwuchsarbeit unterstützt.

Übergabe Dönges Nebellöschsystem im Juni 2026